Der Pianist Jean-Pierre Collot, geboren in Metz, studierte bei Jean-Claude Pennetier, Christian Ivaldi und Jean Koerner an der Pariser Hochschule (CNSM) und schloss mit drei Ersten Preisen mit Auszeichnungen für Klavier, Kammermusik und Klavierbegleitung ab. Meisterklassen bei Yevgeni Malinin und Rudolf Kerer (Moskau) sowie mit der Pianistin Elena Varvarova. 1993 bis 1999 intensive Mitarbeit mit dem Ensemble Intercontemporain. Von 2003 bis Ende 2017 Mitglied des ensemble recherche. Als Solist ist er mit zahlreichenden Orchestern und Ensembles aufgetreten, u.a. unter der Leitung von Pierre Boulez, Emilio Pomàrico, Peter Rundel, Lucas Vis... Mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Salvatore Sciarrino, Hughes Dufourt, Brice Pauset u.v.a. arbeitet er eng zusammen. Intensive Konzerttätigkeit in Europa, Japan, China und den USA und zahlreiche CD-Veröffentlichungen, darunter Werke von Arnold Schönberg, Stefan Wolpe, Erich Itor Kahn, Karlheinz Stockhausen, Hans-Werner Henze, Brian Ferneyhough, Hughes Dufourt, Wolfgang Rihm, Hans Abrahamsen, Brice Pauset, Hector Parra und vielen anderen. 2016 erschien "Universe", eine Solo CD mit Werken von Salvatore Sciarrino und Claude Debussy, über welche Reinhard Brembeck in der Süddeutschen Zeitung schrieb: "ein durch Virtuosität und Klangzauberei überwältigendes Album". Jean-Pierre Collot hat Meisterklassen, Workshops und Vorträge über Interpretation in der zeitgenössische Musik in Russland, Uzbekistan, Georgien, in der Ukraine, in Israel, in China, in Südamerika und in den Vereinigten Staaten geführt. Bis 2017 Dozent bei der Ensemble-Akademie des ensemble recherche und des Freiburger Barockorchester in Freiburg.

Seit 2006 lebt er in München.